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Franziskustag 2010:
Eine Pilgrimschule auf den Spuren von Franz von Assisi im 21. Jahrhundert
Leben entfalten – Vielfalt leben
„Der“ franziskanische Festtag (geplant und organisiert vom BAKIP-PILGRIM-TEAM) stand heuer ganz im Zeichen der Biodiversität, jener biologischen Vielfalt, die sich in der Natur, in der Landschaft, in unzähligen Arten und vielen anderen Bereichen des Lebens zeigt. In der gemeinsamen Einstimmung im Festsaal erklärte die Geographie- und Religionslehrerin Mag. Inge Pointner diese Vielfalt anhand des Pilgrim-Modells und gab durch ihre Bild-Interpretation (Spirale als Formgebung der Vielfalt und Labyrinth als Zeichen für den Lebensweg) den Impuls für bewusste Lebensgestaltung. Diese knüpfte an den Einführungsvortrag von Mag. Gertrude Bernroider (Pilgrim-Beauftragte, Lehrerin für Biologie und Physik) an. Am Ende ihrer Powerpoint-Präsentation blieb die bunte Blumenwiese als Symbol im Raum stehen – Biodiversität: sozusagen als Spiegel für alle kreativen und sozialen Prozesse.
Nach dem gemeinsamen Singen und Tanzen im Plenum konnte die Arbeit in den Workshops beginnen. Dass sich kreative und soziale Prozesse so organisch in das Gesamtkonzept des Tages fügten, machte diesen Tag für alle Beteiligten so besonders.
Die Schülerinnen und Schüler konnten aus einer reichen Workshop-Palette auswählen, Vielfalt erleben, die aber immer von diesem einen Weg bestimmt war, die den „Pilger auf Erden“ in die Mitte führt. Die Spuren dieses Franziskustages waren vielfältig und hinterließen intensive Ein- und Ausblicke, schärften den Weitblick und förderten den Zusammenhalt:
So berichteten ehemalige Schülerinnen und Schüler einer Podiumsdiskussion über ihre Vielfalt in Beruf und Leben, Sr. Stefana über das Leben im Kloster – als Beispiel für Vielfalt der Lebensformen, ein Betroffener über seine Krankheit Aids, Vertreter der Caritas über Jugendarmut in Salzburg, ein Betreuer und zwei Flüchtlinge (und ein Dolmetscher) über ihre Erfahrungen in Österreich.
Außerdem konnte man in den Workshops Feldenkrais und Meditation ausprobieren, Lotusblumen basteln, gemeinsam mit der Lebenshilfe ein Buffet für alle zaubern, Theater spielen, im Chor singen und seine Erfahrungen im Rollstuhl machen wie auch die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen kennenlernen.
Welche Folgen es für die Gesellschaft hat, wenn alles „Hauptsache billig!“ vermarktet wird, werden die Teilnehmer dieses Workshops sicher nicht mehr vergessen, genauso wie der Spendenaufruf des Roten Kreuzes für die Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan auf fruchtbaren Boden gefallen ist: die Schülerinnen und Schüler wurden am Ende dieses Franziskustages aufgerufen, Empathie zu zeigen und die tatkräftige Hilfe der Einsatzkräfte im Katastrophengebiet finanziell zu unterstützen.
Mag. Christine Schlechter
Eindrücke
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